Christina Zurfluh & Karl Karner

Karl Karner und Christina Zurfluh bestreiten im KS Room eine erstmalige Zusammenschau, die zugleich Ausstellungsdialog und Versuchsanordnung ist und damit der experimentellen Programmatik des Ausstellungsraums verpflichtet bleibt.

Die Werke von Karner und Zurfluh entwickeln sowohl aus der Fernsicht wie auch aus der Nahsicht eine ungemeine Anziehungskraft. Der synthetische Blick aus der Distanz sieht das große Ganze, das vibrierende Strömen von Zurfluhs Malerei sowie die anthropomorphen und zoomorphen Gestalten von Karner, wohingegen der analytische Blick aus der Nähe die einzelnen Elemente, den ungemeinen Detailreichtum und die Farb- und Formenvielfalt in den Fokus nimmt.

Durch die spezifische Materialität und Prozessualität, die den Arbeiten eingeschrieben sind, sind jedem einzelnen Werk unzählige Implikationen eingefaltet. Diese einzeln auszubreiten und zu explizieren ist kaum möglich, denn was bei diesen Vielfältigkeiten zum Tragen kommt, sind nicht nur die einzelnen Bestandteile oder Bedingungen, sondern auch die Beziehungen zwischen ihnen bzw. ihre Disparitäten. Ein „vielfältiges“ Werk ist so beschaffen, dass man es nie gänzlich entfalten oder endgültig explizieren kann, weil das Entfalten oder Explizieren wiederum ein Falten oder Komplizieren bedeuten würde. Die Kunstwerke von Karner und Zurfluh sind in diesem Sinne nicht explizierbar, werden also niemals restlos zu erklären sein. Das macht ihren Reiz aus und ihre Qualität. – Roman Grabner

26.04. - 29.06.

Zurfluh-Karner4
Zurfluh-Karner3
Zurfluh-Karner2
Zurfluh-Karner1
Zurfluh-Karner